Ausstellungen

Agonie des Realen

Gloria Jarden

9. September – 26. November 2022

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Agonie des Realen II
Gloria Jarden, 2022, Agonie des Realen II, Acryl auf Leinwand, 130 x 90 cm, € 2.420

Die Ausstellung zeigt die aktuelle malerische Auseinandersetzung eines Themas, das die Künstlerin Gloria Jarden seit den 80er Jahren durch die Lektüre von Jean Baudrillard „Agonie des Realen“ sehr beschäftigte. In seinem Buch beschreibt Baudrillard aus vielen verschiedenen Blickwinkeln eine Simulation (Simulakra) des Realen. Er konstatiert, dass die Menschen durch die Gewohnheit der reinen Abbildungen das Ursprüngliche, das Original, die Fakten nicht mehr erkennen können. Vor über 30 Jahren hielt sie diese These für zu steil, zu fiktiv. Die digitale Revolution stand damals noch bevor. Aus heutiger Sicht und mit den Erkenntnissen der digitalisierten Welt erscheint ihr die „Agonie des Realen“ als weitgehend für vollzogen. Nur zu wenige Menschen durchschauen die Matrix und erkennen noch stets das Ursprüngliche, die Fakten, das Originäre als das Reale und ein Abbild als reines Abbild des Realen.

In Jardens künstlerischen Arbeit sind die blinden Flecken der Erkenntnis durch weiße Farbe übermalt und nur Fragmente lassen das Originäre durchschimmern. So gekennzeichnet ergeben die Fragmente des Originals nur noch ein unvollständiges Bild des Ursprünglichen.